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Richtlinien & Montagehinweise zu Baunetzen

Zu den Produkten

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Auffangnetze

1.1 Allgemeines

1.1.1 Einsatzgebiete und Netztypen
1.1.2 Netzklassen
1.1.3 Unsere Auffangnetze
1.1.4 Maßgebliche Normen, Regeln und Gesetze
1.1.5 Auffangnetze mit Sicherheitsreserve

1.2 Montagehinweise zu Auffangnetzen

1.2.1 Erforderliche Verankerungskräfte
1.2.2 Aufhängung
1.2.3 Absturzhöhe/Mindestfangbreite
1.2.4 Freiraum unter dem Schutznetz
1.2.5 Auf- und Abbau von Personenauffangnetzen
1.2.6 Kennzeichnung
1.2.7 Jährliche Prüfung
1.2.8 Schutznetzverbindungen
1.2.9 Lagerung
1.2.10 Ablegereife

2. Seitenschutznetze

2.1 Allgemeines

2.1.1 Einsatzgebiete und Verwendungszweck
2.1.2 Maßgebliche Normen, Regeln und Gesetze

2.2 Montagehinweise zu Seitenschutznetzen

2.2.1 Befestigung von Seitenschutznetzen
2.2.2 Lagerung
2.2.3 Fehlerhafte Netze
2.2.4 Kennzeichnung
2.2.5 Jährliche Prüfung

3. Staubschutznetze

 

 

 

1. Auffangnetze


1.1 Allgemeines

 

1.1.1 Einsatzgebiete und Netztypen

Ein Auffangnetz ist ein horizontal gespanntes Schutznetz mit einem eingezogenen Randseil in den Randmaschen. Personenauffangnetze kommen dann zum Einsatz, wenn ein direktes Verhindern des Sturzes unvermeidbar ist. Die Netze werden zum Auffangen von Personen bei Arbeiten u.a. unter Hallendächern und im Brückenbau eingesetzt Die genaue Bezeichnung für ein solches Schutznetz lautet: Schutznetz EN 1263-1 System S. Innerhalb dieser Kategorie unterscheidet man in Abhängigkeit von der Mindestbruchenergie nochmals 4 Netzklassen, die folgende Voraussetzungen erfüllen müssen:

  • Mindestbruchkraft Randseil: 30 kN
  • Höchstmaschenweite: 60 bzw. 100 mm
  • Mindestenergieaufnahme des 3 x 3 m großen Prüfnetzes (siehe Tabelle)

 

1.1.2 Netzklassen

Ein Auffangnetz im Neuzustand muss mindestens die Alterungsreserve von einem Jahr erfüllen. Unsere Auffangnetze haben eine noch größere Reserve und bieten daher größtmögliche Sicherheit.

NetzklasseHöchst-
maschenweite
Mindest-
bruchenergie
x Sicherheitsfaktorx Alterungsfaktor
für 1 Jahr
= geforderte
Mindestenergieaufnahme
im Neuzustand
A160 mm2,3 kJx 1,5x 1,2= 4,14 kJ
A2100 mm2,3 kJx 1,5x 1,2= 4,14 kJ
B160 mm4,4 kJx 1,5x 1,2= 7,92 kJ
B2100 mm4,4 kJx 1,5x 1,2= 7,92 kJ

 

1.1.3 Unsere Auffangnetze

NetzklasseMaschenweiteMaterialstärkeEnergieaufnahmeMaschenhöchstzugkraft
A2100 mm5,0 mmca. 4,8 kJca. 3200 N
A160 mm5,0 mmca. 6,1 kJca. 3200 N
B145 mm5,0 mmca. 9,0 kJca. 3200 N

 

1.1.4 Maßgebliche Normen, Regeln und Gesetze

Bei absturzgefährdeten Arbeiten ist eine Absturzsicherung zwingend vorgeschrieben. Den gesetzlichen Rahmen für den Arbeitsschutz bildet das Arbeitsschutzgesetz. Dies wiederum wird ausgestaltet durch Unfallverhütungsvorschriften. Konkretisiert wird der Einsatz von Auffangnetzen in der BG-Regel BGR 179. Die Produktnorm für Auffangnetze ist die EN 1263-1.

Nur Auffangnetze, welche dieser Norm entsprechen, sind zugelassene Produkte im Sinne der BGR 179 und somit auch zugelassen für Absturzsicherungen im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes und Unfallverhütungsvorschriften.

 

1.1.5 Auffangnetze mit Sicherheitsreserve

Bei der Prüfung der statischen Energieaufnahme muss ein 3 x 3m Prüfnetz bei einem Sicherheitsfaktor von 1,5 mindestens die Alterung von einem Jahr abdecken. Unsere Auffangnetze haben eine noch größere Reserve und bieten daher größtmögliche Sicherheit (siehe Tabelle oben).

Im Gegensatz zu Anseilsicherungen bleibt die Bewegungsfreiheit voll erhalten. Es ist eine Kollektivsicherung für alle Arbeits- und Transportvorgänge im abgesicherten Bereich. Abstürzende Personen werden bei großen plastischen Verformungen des Netzes weicher aufgefangen als bei Anseileinrichtungen.

 

1.2 Montagehinweise zu Auffangnetzen

 

1.2.1 Erforderliche Verankerungskräfte

Baunetze sind an tragfähigen Punkten zu befestigen. Jeder Aufhängepunkt muss für eine charakteristische Last von mindestens 6 kN unter einem Winkel von 45° bemessen worden sein. Für die Bemessung der Bauwerksteile sind drei charakteristische Lasten von 4 kN, 6 kN und 4 kN an der ungünstigsten Stelle zu berüksitigen. Die Aufhängepunkte dürfen nicht mehr als 2,50 m auseinanderliegen.

 

1.2.2 Aufhängung

Die Aufhängung erfolgt mit Aufhängeseilen, Sicherheitskarabinerhaken, Netzkauschenschlaufen oder Schutznetz-Kauschenbügeln. Bei 1-strängiger Aufhängung mit Aufhängeseilen muss die Seilbruchkraft des Aufhängeseils mindestens 30 kN betragen, bei 2-strängiger Aufhängung entsprechend mindestens 15 kN. Weitere Sicherheitshinweise finden Sie in der BGR 179.

Aufhaengung Baunetze

 

1.2.3 Absturzhöhe/Mindestfangbreite

Auffangnetze sind möglichst dicht unterhalb der zu sichernden Arbeitsplätze aufzuhängen. Die Absturzhöhe (Hi2 = Differenz zwischen Absturzkante und Höhe des Auftreffens auf dem Netz) darf 6 m nicht überschreiten. Im Randbereich bis 2 m (Hi1) darf die zulässige Absturzhöhe 3 m nicht überschreiten.

Fallschutzrichtlinien Bauschutznetze

 

1.2.4 Freiraum unter dem Schutznetz

Schutznetze sind so aufzuhängen, dass beim Auffangvorgang Personen nicht auf feste Gegenstände prallen können. Die Verformung ist abhängig von der kürzesten Seite des Netzes und der Absturzhöhe (siehe Tabelle und Bild). Zusätzlich zur Verformung muss ein Sicherheitsabstand S > 0 für Verkehrswege etc. eingehalten werden. Bei entsprechendem Nachweis durch den Hersteller und einer Absturzhöhe bis 2 m können Netze auch bei einem Freiraum von 3 – 5 m unter der Absturzkante eingesetzt werden.

Absturzhöhe h1 m2 m3 m4 m5 m6 m
Verformung fmax bei l = 5 m2,65 m2,85 m2,95 m3,00 m3,05 m3,10 m
Verformung fmax bei l = 9 m3,35 m3,55 m3,75 m3,85 m3,95 m4,00 m
Verformung fmax bei l = 12 m4,20 m4,40 m4,55 m4,75 m4,90 m5,00 m
l = Spannweite des Schutznetzes (kleinste Seite)

 

Fallschutzrichtlinien Bauschutznetze

 

1.2.5 Auf- und Abbau von Personenauffangnetzen

Mit der Montage dürfen nur Personen beauftragt werden, die vom Unternehmer unterwiesen worden sind. Die mit der Montage Beschäftigten sind gegen Absturz zu sichern (Sicherheitsgeschirr, Hebebühne).

 

1.2.6 Kennzeichnung

Jedes Auffangnetz muss gemäß EN deutlich gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung muss folgende Punkte erhalten:

  • Herstelldatum
  • Name des Herstellers
  • Netztyp und Maschenweite
  • die genaue Artikelbezeichnung (Artikelnummer)
  • Mindestenergieaufnahmevermögen oder Mindestzugkraft der Prüfmasche nach ISO 1806
  • Prüfnummer der Prüfstelle, welche das Netz zertifiziert hat

 

1.2.7 Jährliche Prüfung

An jedem Schutznetz befinden sich Prüfplomben mit gleichlautenden Identnummern an Schutznetzetikett und Prüfmasche. So wird die Zusammengehörigkeit von Schutznetz und Prüfmasche sichergestellt. Spätestens 1 Jahr nach Herstelldatum muss die erste Prüfmasche zu einem autorisierten Prüfer (z.B. Hersteller) geschickt werden. Dieser weit nach, ob das eingesetzte Netz noch die notwendige Festigkeit/Energieaufnahme hat und führt einen schriftlichen Nachweis über die Ergebnisse. Bei positivem Prüfungsergebnis erhalten Sie eine neue Prüfplakette mit der Identnummer, welche Sie dann wieder am bestreffenden Netz befestigen.

 

1.2.8 Schutznetzverbindungen

Werden Baunetze miteinander verbunden, sind Kopplungsseile so zu verwenden, dass an der Anschlussstelle keine Zwischenräume von mehr als 100 mm auftreten und die Schutznetze sich nicht mehr als 100 mm gegeneinander verschieben können. Die Verbindung von Auffangnetzen kann auch durch Überlappung hergestellt werden, diese muss dann mindestens 2 m betragen.

 

1.2.9 Lagerung

Trockene Lagerung, nie in der Nähe einer Wärmequelle aufbewahren, nicht in Kontakt bringen mit aggressiven Substanzen wie Säuren, Basen, o.ä., nicht direkt UV-Strahlung aussetzen.

 

1.2.10 Ablegereife

In den folgenden Fällen dürfen Netze nicht weiter eingesetzt werden:

  • Netze, durch die bereits eine Person aufgefangen wurde
  • Netze, welche die Mindestbruchkraft nicht mehr erreichen (siehe „Jährliche Prüfung“)
  • Netze, die fehlerhaft sind (Netze mit erheblichen Abnutzungen, defekten Maschen, Beschädigungen des Randseils oder der Kauschenschlaufen)

 

 

2. Seitenschutznetze


2.1 Allgemeines

 

2.1.1 Einsatzgebiete und Verwendungszweck

Seitenschutznetze werden überwiegend bei Dacharbeiten eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Arbeiten auf Plattformen oder der Brückenbau. Sie dienen der direkten Absturzsicherung von Personen. Diese Netze werden als Schutznetzsystem U (Schutznetz in Tragkonstruktion für vertikale Verwendung) bezeichnet. Bei Einsatz von Netzen kann auf den Zwischenholm verzichtet werden. Sie werden in Dachfanggerüsten oder in der Arbeitsebene von Fassadengerüsten montiert.

 

2.1.2 Maßgebliche Normen, Regeln und Gesetze

Für Seitenschutznetze und Netze in Dachfanggerüsten sind die EN 1263-1 sowie die Sicherheitsregel BGR 179 maßgebend. Des Weiteren müssen sie eine angemessene Witterungsbeständigkeit aufweisen und UV-Strahlungsresistenz mitbringen. Zudem darf die Maschenweite ein Höchstmaß von 100 Millimetern nicht überschreiten. Unsere Netze erfüllen diese Anforderungen.

 

2.2 Montagehinweise zu Seitenschutznetzen

 

2.2.1 Befestigung von Seitenschutznetzen

Seitenschutznetze müssen am Gerüstholm befestigt werden und straff gespannt sein.

Montagevarianten
Baunetze Isilink

Montage mit Isilink-Clips:

Wir empfehlen die Montage der Seitenschutznetze mit Isilink-Clips (DBGM), welche gemäß den Forderungen der Bau-BG in einem Abstand von maximal 75 cm an den entsprechenden Seitenschutznetzen angenäht sind. Alle Standardgrößen sind mit bereits angenähten Clips erhältlich.

Baunetze GSV

Montage mit Gurtschnellverschlüssen:

Eine einfache und schnelle Art der Montage ist die Befestigung mittels Gurtschnellverschlüssen (GSV) alle 75 cm. Sie finden diese als Zubehör im Shop. Einige Seitenschutznetze in Standardgrößen sind mit bereits angenähten Gurtschnellverschlüssen erhältlich.

Baunetze Gerüstholm

Direktes Aufziehen auf die Tragkonstruktion:

Eine weitere Möglichkeit ist das Aufziehen des Netzes auf das Gerüstrohr. Gemäß der BG-Sicherheitsregel BGR 179 können Seitenschutznetze in der Regelausführung Masche für Masche an der Tragkonstruktion befestigt werden.

 

2.2.2 Lagerung

Trockene Lagerung, nie in der Nähe einer Wärmequelle aufbewahren, nicht in Kontakt bringen mit aggressiven Substanzen wie Säuren, Basen, o.ä., nicht direkt UV-Strahlung aussetzen.

 

2.2.3 Fehlerhafte Netze

Fehlerhafte Netze (beschädigte Maschen, schadhafte Randseile) oder Netze, durch die bereits eine Person aufgefangen wurde, dürfen nur nach Prüfung durch den Hersteller oder durch Personen mit Fachkenntnissen wieder eingesetzt werden. Reparaturen dürfen nur durch eben diese Fachkräfte vorgenommen werden.

 

2.2.4 Kennzeichnung

Jedes Schutznetz muss gemäß EN deutlich gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung muss folgende Punkte erhalten:

  • Herstelldatum
  • Name des Herstellers
  • Netztyp und Maschenweite
  • die genaue Artikelbezeichnung (Artikelnummer)
  • Mindestenergieaufnahmevermögen oder Mindestzugkraft der Prüfmasche nach ISO 1806
  • Prüfnummer der Prüfstelle, welche das Netz zertifiziert hat.

 

2.2.5 Jährliche Prüfung

An jedem Schutznetz befinden sich Prüfplomben mit gleichlautenden Identnummern an Schutznetzetikett und Prüfmasche. So wird die Zusammengehörigkeit von Schutznetz und Prüfmasche sichergestellt. Spätestens 1 Jahr nach Herstelldatum muss die erste Prüfmasche zu einem autorisierten Prüfer (z.B. Hersteller) geschickt werden. Dieser weit nach, ob das eingesetzte Netz noch die notwendige Festigkeit/Energieaufnahme hat und führt einen schriftlichen Nachweis über die Ergebnisse. Bei positivem Prüfungsergebnis erhalten Sie eine neue Prüfplakette mit der Identnummer, welche Sie dann wieder am bestreffenden Netz befestigen.

 

 

3. Staubschutznetze

Staubschutznetze, handelsüblich auch als Gerüstnetze bezeichnet, bieten optimalen Staubschutz und zusätzlichen Schutz vor herabfallenden Kleinteilen. Sie lassen sich einfach und schnell an die Gerüste montieren.

In Berlin beispielsweise verlangt der Leitfaden „Vermeidung und Verminderung von Staubemissionen auf Baustellen“ den „Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen“. Ferner soll „Vorsorge gegen Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen herbeigeführt werden“. Eine Kombination aus Seitenschutznetz und Staubschutznetz ist deshalb in jedem Fall sinnvoll. Durch Abriss oder durch andere Arbeiten bedingte hohe Staubentwicklungen können durch Staubschutznetze eingedämmt werden. Sie bieten durch ein Monofilament-Raschelgewirke oder PE-Gewirke die optimale Materialdichte, um den Austritt des teilweise gefährlichen Staubes auf ein Minimum zu reduzieren. Gleichzeitig sind sie noch luftdurchlässig genug, um Stauhitze wie bei undurchlässigen Planen zu vermeiden. Aufgrund der Materialeigenschaften haben diese Netze nicht nur Vorteile für Passanten, sondern auch für die Arbeiter selbst: Die Gefahr eines Absturzes wird durch die windbrechende Wirkung von Gerüstnetzen minimiert.

 

 

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