Ladungssicherung: Gesetzliche Rahmenbedingungen

Autor: Redaktion | Kategorie: Industrie & Handwerk

Eine angemessene Ladungssicherung ist eines der sensibelsten Themen in der Logistik. Da wir von Schutznetze24.de alle benötigten Netze im Shop bereithalten, haben wir im Sinne der Sicherheit die Verantwortung, darauf aufmerksam zu machen, alle Vorschriften einzuhalten. Es gilt der gute Spruch: Ladung sichern heißt Menschen sichern.

In Teil 1 unserer Frage- und Antwortreihe zur Ladungssicherung, erfahren Sie, was Ihnen blüht einem, wenn mit der LKW-Ladung etwas schief geht.

Wie gut sollte man Ladung sichern?

So gut es irgend möglich ist, denn jeder fünfte LKW-Unfall geschieht durch unzureichende Ladungssicherung. Bei Nichteinhaltung drohen deshalb empfindliche Strafen. Einen Hinweis auf eine angemessene Ladungssicherung gibt es in §22 der StVO. Die Ladung sei „so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.“

Wo finde ich die „anerkannten Regeln der Technik?

Zum einen gelten die DIN- und EN-Normen. Zum anderen haben sich die Richtlinien des Vereins der Ingenieure als eine Art Standardwerk durchgesetzt, zumindest beziehen sich viele Gerichtsurteile darauf. Die VDI-Richtlinie 2700 behandelt die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen mit vielen Beispielbildern und Grafiken. Sie macht vor allem deutlich, welche Kräfte auf die Ladung einwirken und wie diese in Einzelfällen gesichert werden. In der VDI 2700 findet sich auch ein Abschnitt, der die ordnungsgemäße Verwendung von Netzen wie Gurtbandnetze, Seilnetze, Abdecknetze behandelt.

Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?

Aufschluss geben hier die Paragraphen §23, §30 und §31 der StVO. Demnach liegt die Verantwortung der Ladungssicherung bei Fahrer und Halter. Hierbei sind ein geeignetes Fahrzeug einzusetzen und für eine ausreichende Ausrüstung für den Transport zu sorgen. Auch der Verlader ist haftbar. Er wird i.d.R von einem Unternehmen beauftragt und ist eine natürliche Person – muss also namentlich genannt werden. Wird dies bei einem Schadensfall versäumt, kann die Verantwortung bis zur Geschäftsführung übertragen werden.

Im Handelsgesetzbuch ist davon die Rede, dass der Absender für die befördungssichere und der Frachtführer für die betriebssichere Verladung verantwortlich ist.

Welche Strafen drohen mir?

Bei einer Ordnungswidrigkeit wie dem Verstoß bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle oder einem Verkehrsunfall mit Sachschaden kann mit Bußgeldern in Höhe von 50 bis 150 Euro drohen. Aufs Konto gehen dabei 1–3 Punkte in Flensburg (Achtung: seit Mai 2014 gilt eine neue Punkteregelung im Fahreignungsregister). Um eine Straftat handelt es sich, wenn bei einem Verkehrsunfall Personen zu Schaden kommen. Je nach Schwere des Vergehens ist mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe zu rechnen.

Kommentiere diesen Beitrag