Tipps für sichere Hochbetten

Autor: Redaktion | Kategorie: Haus & Garten

Die Nutzung von Hochbetten ist deutschlandweit in. Die hohen Decken in Altbauten sowie platzsparende Einrichtungsideen in kleinen Zimmern laden dazu ein, den Platz unter dem Hochbett effektiv zu nutzen. Dennoch bergen die besonderen Schlafstätten für Kinder große Gefahren. Eine Unfall-Studie aus den USA zeigt, dass dort jährlich 36.000 Hochbett-Unfälle geschehen. Auch in Berlin zeigt eine Charité-Statistik: die meisten Schädel-Hirn-Traumen rühren nicht von Treppen, Klettergerüsten oder Leitern, sondern von Hochbetten.

Sicherheitsvorkehrungen für Hochbetten

Wie können Eltern ihre Kinder schützen? Da die meisten Hochbettunfälle nicht im Schlaf, sondern beim Spielen passieren, ist das höchste Gebot das Verbot. Kinder sollten Hochbetten nicht als Spielplatz oder Klettergerüst zweckentfremden – das sollte ihnen eingetrichtert werden. Vor dem Bett sollten keine massiven Möbelstücke (auch Tische und Stühle) mit harten Kanten positioniert werden, diese bei einem Sturz noch größere Verletzungen erzeugen könnten. Auch direkt in Fensternähe ist ein Hochbett nicht gut aufgehoben, weil ein zusätzlicher Sturz durch die Scheibe durchaus möglich wird. Aufgrund dieser Gefahren sind Hochbetten für Kleinkinder ganz und gar nicht empfehlenswert. Ein dafür notwendiges Gefahrenbewusstsein bildet sich erst ab sechs, sieben Jahren aus.
Konkrete Sicherheitsvorkehrungen, die bei der Anschaffung in der Hand der Eltern liegen, erhalten Hochbett-Fans auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der wichtigste Punkt der Hochbett-Checkliste ist, dass das Hochbett der europäischen Sicherheitsnorm EN 747 entspricht und entsprechend geprüft ist (GS-Siegel). Handwerklich begabte Eltern, die ihr eigenes Hochbett bauen, achten demnach auf folgende Angaben:

  • die Brüstung ist von der Matratze gemessen mind. 16cm hoch
  • die Leiter ist fest mit dem Bett verbunden, dessen Sprossen sind mind. 30cm breit und 9cm tief
  • das Bettgerüst besteht aus echtem Holz oder Metall und besteht den Rütteltest
  • bestenfalls ist das Bett bündig an der Wand verankert, um ein „Durchrutschen“ zu vermeiden
  • keine scharfen Kanten, Rohre, herausstehende oder spitzen Schrauben

Auch für das Hochbett Netze einsetzen

Ein sinnvoller und effektiver Schutz für eigenkonstruierte Hochbetten bzw. zweite Schlafebenen, die nicht den Standards entsprechen, kann im Anbringen eines Hochbettnetzes liegen. Diese können verschiedene Funktionen übernehmen: Zum einen schließen sie zu breite Lufträume an Geländern, schließen zu niedrige Brüstungen ab oder sichern zu weite Abstände. Zum anderen wirken Netze – gerade ein buntes Kindernetz – freundlicher und offener als zu hohe Trennwände.

Kommentiere diesen Beitrag