Fassadenbegrünung – die grüne Lunge der Großstädte

Autor: Redaktion | Kategorie: Haus & Garten

Dongtan, Chongming-Island hat es vorgemacht. Der Ortsteil der Großgemeinde Chenjia, Shanghai in China war bereits mit der Idee für die Expo 2010 ein absoluter Vorreiter, wenn es um die Zukunftsvision einer grünen Stadt geht.

Stadtplaner aus aller Welt widmeten sich der großen Vision eine autarke Stadt zu errichten, die ihre eigene“ grüne“ Energie erzeugt und sich komplett selbst versorgt. Eine „ Null- Emissions-Stadt“ sollte es werden – ganz im Sinne der architektonischen Nachhaltigkeit, aber vor allem der Umweltverträglichkeit.

Eine Idee der Architekten war es, die Fassaden der Gebäude zu begrünen, umso ein angenehmeres Wohnklima zu erzeugen. Zum einen trägt die Bepflanzung zur Reinigung der Luft bei, zum anderen bietet die Pflanzenvielfalt in den Häuserschluchten einen Lebensraum für viele kleine Tiere, besonders für Vögel und Insekten.

Fassadenbegrünung – absoluter Eyecatcher und Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt

Fassadenbegrünung hat neben der optischen Aufwertung einer Wand noch viele andere Vorteile. Zum einen dient eine immergrüne Pflanze im Winter als ausgezeichnete Wärmedämmung, zum anderen bietet sie Schutz vor Lärmeinwirkung und ist im Sommer ein ökologischer und preiswerter Schutz vor schädlichen UV- Strahlen, Hagel und Schadstoffen. Wer mit dem Gedanken spielt seine eigene Hausfassade zu begrünen, sollte sich erst einmal Gedanken machen, welche Pflanzen sich hier am besten eigenen.

Denn nicht jede Pflanze eignet sich für jede Mauer. Zum Beispiel ist von Weinranken und Efeu abzuraten, wenn es sich um ein offenes unverputztes Mauerwerk handelt. Besonders die starken Wurzelranken des Efeus wachsen sehr schnell, sie „kriechen“ förmlich in jede Mauerritze und können hier großen Schaden am Bau anrichten. Ob die eigene Hauswand für solch ein Begrünungsvorhaben geeignet ist, kann ganz einfach von einem Fachmann überprüft werden.

Ranknetze als Kletterhilfe für Pflanzen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich für Kletterhilfen entscheiden. Hervorragend eigenen sich Pflanzennetze bzw. Ranknetze in verschiedenen Stärken. Je nach Pflanzenart und Menge, kann vor die Fassade mit ausreichendem Abstand ein beliebig großes Netz gespannt werden, welches den Pflanzen als Kletterhilfe dient. So vermeidet man auch, dass Pflanzen direkt am Mauerwerk oder an der verputzten Wand hinauf wachsen. Der Profi unterscheidet hier zwischen Gerüstkletterpflanzen und „Selbstklimmern“. Efeu beispielsweise zählt zu den „Selbstklimmern“ und fühlt sich auf der „nackten“ Wand am wohlsten. Jedoch bieten Kletterrosen, Clematis oder auch wilder Wein eine wunderbare Alternative zur Fassadenbegrünung mit Kletterpflanzen. Sehr schön anzusehen ist auch das „Immergrüne Geißblatt“. Es zählt zu der Gattung der sogenannten Schlinger und ist sehr pflegeleicht. Die Wuchshöhe variiert hier zwischen 6-8 Metern und eignet sich ausgezeichnet zur Fassadenbegrünung an mittelstarken bis sehr starken Netzen.

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