Ladungssicherung: Arten der Ladungssicherung

Autor: Redaktion | Kategorie: Industrie & Handwerk

Eine angemessene Ladungssicherung ist eines der sensibelsten Themen in der Logistik. Da wir von Schutznetze24.de alle benötigten Netze im Shop bereithalten, haben wir im Sinne der Sicherheit die Verantwortung, darauf aufmerksam zu machen, alle Vorschriften einzuhalten. Es gilt der gute Spruch: Ladung sichern heißt Menschen sichern.

In Teil 2 unserer Frage- und Antwortreihe zur Ladungssicherung, erfahren Sie, welche Arten von Ladungssicherungen es gibt.

Wer führt die Ladungssicherung durch?

Ist eine Person, bspw. der Inhaber einer Druckerei, gleichzeitig Fahrzeugführer, Halter und Verlader ist die Schuldfrage bei einem Unfall durch falsche Ladungssicherung eindeutig. Meist werden jedoch Speditionen mit der angemessenen Verladung und Sicherung beauftragt, der Halter stellt dabei das passende Fahrzeug bereit und der Fahrer kontrolliert die Ladungssicherung vor der Abfahrt.

Durchgeführt wird die Ladung demnach von einem verantwortlichen Verlader, dem so genannten „Leiter der Ladearbeiten“. Er benötigt angemessene Fachkenntnisse, die er in Seminaren zur Ladungssicherung erlangt. Diese werden u.a. von der BG ETEM, dem TÜV Rheinland oder Berufsgenossenschaften angeboten. Der Leiter der Ladearbeiten handelt eigenverantwortlich, d.h. er kann auch ungeeignete Fahrzeuge für die Verladung ablehnen, wenn diese nicht den Sicherheitsbestimmungen entsprechen – schließlich haftet er für die Verladung.

Welche Arten von Ladungssicherung gibt es?

Der Leiter der Ladearbeiten entscheidet sich entweder für die formschlüssige oder kraftschlüssige Ladungssicherung.

Bei der formschlüssigen Ladungssicherung liegt die Ladung an allen Seiten an den Laderaumbegrenzungen an. Die Stirnwand und die Bordwände müssen demnach über eine geeignete Stabilität aufweisen, weil die Kraft allein durch das Fahrzeug gehalten wird. Im Besonderen gilt das für die Stirnwand, da 80% des Ladungsgewichtes nach vorn gesichert sein sollten. Die bspw. auf Europaletten platzierte Ladung wird formschlüssig, also lückenlos und bündig an die Bordwände verzurrt, Zwischenräume werden durch Füllmittel wie Schaumstoffpolster oder leere Paletten geschlossen.
Die kraftschlüssige Ladungssicherung wird verwendet, wenn die Ladung nicht an der Laderaumbegrenzung anliegen soll. Die Sicherung wird dann durch das so genannte Niederzurren gewährleistet. Hierbei wird die frei auf der Ladefläche stehende Ladung auf den Boden „gepresst“. Beim ordnungsgemäßen Verzurren (u.a. Ketten, Seile, Gurte) sorgt die Reibungskraft dafür, dass sich die Ladung unbeweglich ist. Spezielle Antirutschmatten können die Reibungskraft weiter erhöhen. Für die Berechnung der in der Ladungssicherung wichtigen Vorspannkräfte und Zurrwinkel von Bedeutung ist der Gleitreibewert in µ.

Welche Hilfsmittel zur Ladungssicherung müssen vorhanden sein?

Dem Verlader ist selbst überlassen, wie er die Ladung sichert; wichtig ist nur, dass er sie angemessen sichert. Es gibt deshalb eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben Verzurrgurten, Zurrketten und Zurrdrahtseilen, die den signifikanten Teil der Ladungssicherung ausmachen, gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln:

  • Lochschienen, Ankerschienen
  • Coilmulden, Zahnleisten, Keilleisten
  • Mittelrungen
  • Sperrstangen, Klemmstangen
  • Trennwände, Trenngitter, Trennnetze
  • Festlegehölzer, Holzkeile
  • Luftsäcke, Schaumstoffpolster, Leerpaletten
  • Ladungssicherungsnetze, Ladungssicherungsplanen
  • Antirutschmatten und andere rutschhemmende Mittel
  • Binder und Umwickelungen
  • Kantenschützer und Kantengleiter
  • Seile und Spannleinen

Viele dieser Hilfsmittel finden Sie im Shop von schutznetze24.de im Zubehör-Bereich.

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